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"Als sich die Sonne verbarg"


Preis: 22 €
gebunden

Als sich die Sonne verbarg

"Mit dem 12. April 1944 erreichte der Luftkrieg schlagartig und in voller Stärke das Gebiet des damaligen Gaues Groß-Wien. 172 viermotorige Bomber, alle vom Typ B-17, auch „Fliegende Festungen“ genannt, luden innerhalb eines Zeitraumes von nur zwei Minuten ihre tödliche Fracht auf Fischamend ab. Dabei wurde, ohne Ansehen der Person, das Leben von 132 Personen ausgelöscht, die Opfer reichten vom Säugling bis zum Greis. Baldur von Schirach, der Gauleiter von Wien, eilte in Begleitung seiner braunen Prominenz zum Staatsbegräbnis nach Fischamend. Schirach dürfte damals wohl kaum geahnt haben, dass er selbst sich, binnen Jahresfrist, am 12. April 1945, bei Nacht und Nebel unrühmlich aus seinem Reichsgau fortstehlen würde. So war dieser Luftangriff, der Tod und Verderben für die Bewohner brachte, aber auch der Anfang vom Ende des braunen Regimes in Wien.

Es ist und bleibt ein Verdienst des Vereins „Stadtmuseum Fischamend“ mit diesem Buch ein Startsignal zu geben, doch endlich auch für Wien die Aufarbeitung jener blutigen zwölf Monate des Luftkrieges in Angriff zu nehmen. Handelt es sich doch dabei um die größte Katastrophe in ihrer tausendjährigen Geschichte. Zumindest für die Stadtgemeinde Fischamend, seit 1954 wieder zum Bundesland Niederösterreich gehörend, darf in Anspruch genommen werden, mit dem vorliegenden Buch ihren im Luftkrieg ums Leben gekommenen Bürgern ein dauerndes Andenken gesetzt zu haben. Hier sei besonders Heinz Riedel, dem pensionierten langjährigen Referenten des Wiener Bestattungsmuseums, gedankt. Ohne dessen Privatarchiv und seiner Hilfe, wäre dieses Gedenkbuch kaum so lückenlos zu erstellen gewesen."

Auszug aus der Rede von Renato Schirer anlässlich der Buchpräsentation

Buchpräsentation